Die Frage nach ausreichend und bezahlbarem Wohnraum gehört zu den zentralen Zukunftsaufgaben für die Gemeinde Stelle. Bei einer Informationsveranstaltung zur Fortschreibung des Flächennutzungsplans machte Bürgermeisterkandidat Jannik Stuhr deutlich, dass es jetzt einen klaren politischen Kurs für mehr Wohnraum, eine geordnete Entwicklung und den Erhalt der Identität der Ortsteile braucht.
Gemeinsam mit dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Volkmar Persiel sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern blickte Stuhr auf die anstehenden Weichenstellungen in der Gemeindeentwicklung. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Stelle in den kommenden Jahren wachsen kann, ohne den Charakter der einzelnen Ortsteile aus dem Blick zu verlieren. Dabei geht es nicht nur um neue Wohnbauflächen, sondern auch um Gewerbeentwicklung, Lebensqualität und eine Entwicklung mit Augenmaß.
Für Jannik Stuhr ist dabei klar: Die Fortschreibung des Flächennutzungsplans darf kein abstraktes Planungsinstrument bleiben, sondern muss konkrete Antworten auf die Sorgen und Bedürfnisse der Menschen in Stelle geben. In vielen Gesprächen werde deutlich, dass fehlender Wohnraum längst zu einem der drängendsten Probleme in der Gemeinde geworden sei — gerade für Familien, junge Menschen und Seniorinnen und Senioren.
Stuhr setzt deshalb auf ein klares Ziel: In allen Ortsteilen sollen Wohnbauperspektiven geschaffen werden, die den Bedürfnissen der Menschen vor Ort gerecht werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf bezahlbarem Wohnraum, Seniorenwohnungen und Starter-Wohnungen für junge Menschen. Damit verbindet er den Anspruch, Entwicklung zu ermöglichen und zugleich die gewachsene Struktur der Gemeinde zu bewahren.
Zugleich verweist Stuhr darauf, dass die CDU in Stelle das Thema nicht erst seit kurzem aufgreift. Bereits im Herbst 2025 habe man mit der Initiative zum Beitritt der Gemeinde zur Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft für den Landkreis Harburg ein konkretes Signal gesetzt. Für ihn zeigt das: Wer über bezahlbaren Wohnraum spricht, muss auch bereit sein, politische Verantwortung zu übernehmen und konkrete Instrumente zu nutzen.
Darüber hinaus betont Stuhr, dass die Gemeinde nicht nur auf kommunale Instrumente setzen dürfe. Ebenso wichtig sei es, verlässliche und attraktive Rahmenbedingungen für private Investitionen zu schaffen, damit zusätzlicher Wohnraum in Stelle entstehen könne. Nur im Zusammenspiel von kommunalem Engagement, strategischer Planung und privater Initiative werde es gelingen, die Wohnraumfrage nachhaltig zu lösen.
Nach dem Beschluss über den neuen Flächennutzungsplan will Stuhr die verschiedenen Ansätze in einem Handlungsprogramm Wohnen bündeln. Dieses soll die Themen bezahlbarer Wohnraum, neuer Wohnraum und die Entwicklung im Bestand in einer Gesamtstrategie zusammenführen. Ziel ist es, Wohnungsbau in Stelle künftig gezielter zu steuern und langfristig planbar zu machen.