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Zukunftsplan

Wohnraum schaffen.

Stelle braucht mehr Wohnraum — aber nicht planlos. Wachstum muss zur Gemeinde passen, bezahlbar bleiben und in allen Ortsteilen stattfinden. Wir setzen auf Innenverdichtung vor Außenentwicklung, auf nachhaltige Quartierskonzepte und auf eine Wohnbaupolitik, die sowohl Einheimische als auch Menschen mit kleinerem Einkommen im Blick behält. Wohnen ist eine soziale Frage und zugleich eine Frage kluger Ortsentwicklung.

Ich möchte in allen Ortsteilen Wohnbauflächen schaffen, dabei aber den eigenen Charakter unserer Ortsteile erhalten. Eine neue Entwicklung ist an den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen auszurichten. Der Schwerpunkt soll auf bezahlbarem Wohnraum, Seniorenwohnungen und Starter-Wohnungen für junge Menschen liegen.

Auf Antrag der CDU, hat der Gemeinderat den Beitritt zur Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises beschlossen. Die KWG hat in den vergangenen Jahren gezeigt, dass sie in anderen Kommunen erfolgreich Projekte realisiert hat. Durch einen Beitritt kann die Gemeinde von der Erfahrung der KWG profitieren und bleibt gleichzeitig steuernd beteiligt. Gleichzeitig müssen private Investoren für Wohnprojekte offen empfangen werden, um mehr Wohnraum zu schaffen.

Die Ansätze in den Handlungsfeldern bezahlbarer Wohnraum, neuem Wohnraum und auch Wohnraumentwicklung im Bestand will ich nach dem Beschluss über den neuen Flächennutzungsplan in einem Handlungsprogramm Wohnen bündeln und in einer Gesamtstrategie Maßnahmen zum Wohnungsbau steuern.

Wirtschaft fördern.

Eine starke Wirtschaft ist für die Gemeinde Stelle kein Selbstzweck. Sie ist die Grundlage dafür, dass wir überhaupt gestalten können – bei Schulen, Kitas, Straßen, Feuerwehr, Sport und Kultur. Wer möchte, dass die Gemeinde Stelle handlungsfähig bleibt, muss auch den Wirtschaftsstandort Stelle stärken.

Ich habe mich in den letzten Jahren in schwierigen Situationen für den Wirtschaftsstandort Stelle eingesetzt. Bei der Fortschreibung des Flächennutzungsplans hat die CDU erfolgreich die Ausweisung neuer Gewerbegebiete errungen, um gezielte Entwicklungsmöglichkeiten für bereits in der Gemeinde Stelle ansässige Betriebe zu schaffen.

Junge Unternehmen und Selbstständige in der Gemeinde stehen oft vor dem Problem fehlender Büroräume und gehen oft nach der Betriebsgründung in die umliegenden Kommunen. Wir setzen uns für ein Gründerzentrum mit angeschlossenem Coworking Space ein. In einem solchen „Dorf Office“ können wir jungen Betrieben eine Entwicklungsmöglichkeit vor Ort bieten. Gerade durch das veränderte Arbeiten während und nach der Pandemie wird es notwendig auch solche Wege zu gehen und ggf. Arbeitsplätze in dieser Einrichtung für Menschen mit der Möglichkeit zur mobilen Arbeit anzubieten. Ähnliche Konzepte, die Synergien auch in anderen Berufsfeldern ermöglichen, wie z.B. Handwerkerhöfe, möchte ich mit geeigneten Projektpartnern umsetzen.

Wirtschaftliche Stärke ist kein Selbstzweck. Sie schafft die Grundlage dafür, dass unsere Gemeinde selbst gestalten kann. Wir brauchen ein aktives Standortmarketing, bessere Bedingungen für Gründerinnen und Gründer, mehr Unterstützung für den Mittelstand und einen echten Dialog mit den Unternehmen vor Ort, auch um dem wachsenden Leerstand entgegenzustehen.

Wohnortnahe Arbeitsplätze sollen auch für jungen Menschen in der Gemeinde Stelle eine Option sein. Deshalb unterstützen wir die Oberschule am Buchwedel dabei Berufsorientierung mit Steller Betrieben zu verbinden und dadurch wohnortnahe Praktika und Ausbildungen zu fördern. Zudem planen wir eine Ferienjob-Börse mit Steller Unternehmen, damit sich Steller Jugendliche schon in der Schulzeit ausprobieren können.

Mobilität verbessern.

Mobilitätspolitik muss sich am Alltag der Menschen orientieren, nicht an ideologischen Debatten. Der öffentliche Nahverkehr soll verbessert, flexible Angebote gestärkt und die Infrastruktur dort ausgebaut werden, wo sie konkret gebraucht wird. 

Die ÖPNV-Anbindung der Gemeinde Stelle muss verbessert werden. Das Anruf-Sammeltaxi der Gemeinde Stelle möchte ich durch ein flexibleres und nutzerfreundlicheres On-Demand-Angebot ersetzen.

Zudem setze ich mich für eine bessere Anbindung der Gemeinde an eine Regionalbuslinie ein. Bei der Pendlerstruktur in unserer Gemeinde, ist eine Verbindung zu den Mittelzentren aus meiner Sicht eine wesentliche Ergänzung unseres öffentlichen Personennahverkehrs. Zudem sollen alle Haltestellen barrierefrei umgebaut werden.

Ich setze mich  außerdem für Alternativen im Individualverkehr, wie bspw. ein Leih-Fahrrad-System, ein.

Ehrenamt unterstützen.

Unsere Gemeinde lebt von Menschen, die sich einbringen. Vereine, Kultur, Sport, Feuerwehr, Kirche, Ehrenamt und Nachbarschaft sind das Rückgrat des Zusammenhalts in Stelle. Dieses Engagement muss nicht nur gelobt, sondern spürbar unterstützt werden.

Insbesondere unsere Sportvereine mit zusammen mehreren Tausend Mitgliedern sind hier eine besondere Stärke. Damit dieses umfangreiche Sportangebot auch weiterhin bestehen kann, setze ich mich weiter für eine neue Sport- bzw. Mehrzweckhalle ein. Die genaue Umsetzung ist in Zusammenarbeit von Sportverein, Verwaltung und Politik zu planen und muss sich natürlich an möglichen Vorgaben von Fördermittelgebern orientieren. Dennoch halten wir den viel diskutierten Standort an der Oberschule am Buchwedel für eine gute Wahl. Insbesondere die Nähe zu den Schulen und die Lage im Ortskern heben ihn hervor. Alternativen zur schnellen Schaffung von neuen Trainings-Kapazitäten sind wichtig. Deshalb unterstützen wir das Vorhaben des TSV Stelle an der Kurzen Heide einen Kunstrasenplatz zu errichten.

Ich setze mich dafür ein, die mehrfach ausgezeichnete Arbeit der Gemeindebücherei als Kultur- und Medienbildungszentrum zu stärken. Mit der von mir initiierten Kulturförderrichtlinie unterstützt die Gemeinde die vielfältige Ehrenamtslandschaft in der Gemeinde auch in Zukunft. Dazu gehört auch, dass das Angebot für Inhaber der Ehrenamtskarte ausgebaut wird.

Unsere freiwillige Feuerwehr ist ein wichtiger Grundpfeiler unserer Gemeinde. Die Ehrenamtlichen zu unterstützen und gut auszustatten, die für unsere Sicherheit sorgen, ist mein Anliegen. Diejenigen, auf die wir uns in Notfällen verlassen können, müssen sich auch auf uns verlassen können. Eine Stelle im Bundesfreiwilligendienst oder als Freiwilliges Soziales Jahr zur Unterstützung der ehrenamtlichen Arbeit unserer Feuerwehren sehen wir nicht nur als Chance für die Feuerwehren, sondern auch als gute Entwicklungsmöglichkeit für junge Menschen in unserer Gemeinde.

Wir werden uns im Rahmen dessen, was eine Gemeinde leisten kann, auch für einen gut aufgestellten Zivil- und Katastrophenschutz einsetzen. Deshalb führe ich mit der CDU-Fraktion unseren jahrelangen Einsatz für einen neuen THW-Standort in Stelle fort.

Familien stärken.

Familien, Kinder, Jugendliche, Berufstätige und ältere Menschen sollen sich auf ihre Gemeinde verlassen können. Dazu gehören eine vorausschauende Kita-Standortplanung, starke Grundschulen mit Ganztagsoptionen und gute Übergänge zwischen Schule und Beruf. Eine generationengerechte Gemeinde denkt nicht in Einzelmaßnahmen, sondern in Lebensverläufen.

Unsere Grundschulen sind das Herzstück des Bildungsangebots in unserer Gemeinde. Mit ihrem Ganztagsangebot sind sie gut aufgestellt. Wir wollen dafür sorgen, dass das so bleibt. Mit dem zukunftsweisenden Anbau an die Grundschule Ashausen stärken wir die Schullandschaft der Gemeinde Stelle. Wir setzen uns für den Erhalt des jetzigen Schulstandorts in Fliegenberg als Außenstelle der Grundschule Stelle ein.

Wir setzen uns dafür ein, dass in Stelle eine weiterführende Schule erhalten bleibt. Wir bringen uns als Ratsfraktion und auch im Kreistag entsprechend in die Schulentwicklungsplanung ein. Die Oberschule am Buchwedel soll ihre gute Arbeit der letzten Jahre fortführen können.

Die Gemeinde Stelle befindet sich in der komfortablen Situation mehr als eine ausreichende Anzahl Plätze in Kindertagesstätten zu haben. Damit unsere Kleinsten den besten Start ins Leben bekommen, müssen wir langfristig eine moderne Kita-Standortplanung vornehmen und gemeinsam mit unseren Trägern für optimale Bedingungen sorgen.

Wir wollen die Sicherheit auf Schulwegen erhöhen, indem wir Straßen, Fußwege und Wirtschaftswege Instand setzen und halten. Gleichzeitig hat für uns die Verbesserung und Erneuerung der Straßenbeleuchtung eine hohe Priorität. Deshalb setzen wir uns für ein ausführliches Schulwegekonzept ein, mit dem wir umfassende Sicherheit gewährleisten wollen.

Die Förderung der Jugendarbeit hat für uns weiterhin hohe Priorität. Sei es der finanzielle Zuschuss zu Jugendgruppen in unseren Sportvereinen, die Unterstützung von Projekten mit Kindern und Jugendlichen oder die gute Zusammenarbeit mit dem Jugendparlament. Wir werden insbesondere die Präventionsarbeit für Kinder und Jugendliche ausbauen.

Die bisherige Unterstützung der Seniorenarbeit möchten wir fortsetzen. Eine Gemeinde Stelle, die ein komfortables Leben für alle Generationen bietet, ist unser Ziel. Dazu gehört auch eine gute medizinische Versorgung vor Ort, für die wir uns stark machen. Genauso für den Erhalt der FamilienStelle als wichtige Säule der Sozialarbeit in der Gemeinde Stelle.

Für eine Gemeinde, die funktioniert.

Die Bürgerinnen und Bürger sollen sich auf ihre Gemeinde verlassen können, sie sollte erreichbar, verständlich und handlungsfähig sein. Dazu gehören ein moderner Bürgerservice, Ordnung und Sicherheit vor Ort, ein zukunftsfähiges Immobilienkonzept und eine vorausschauende Entwicklung von Ortskern und Gemeindeflächen. Eine funktionierende Gemeinde denkt Verwaltung, Sicherheit und Entwicklung zusammen.

Eine moderne Gemeinde muss für ihre Bürgerinnen und Bürger erreichbar, verständlich und effizient sein. Wir setzen uns dafür ein, den Bürgerservice der Gemeinde um deutlich mehr digitale Angebote zu erweitern, damit ein Gang in das Rathaus nicht mehr notwendig wird. Und sollte man dennoch ein Anliegen im Rathaus erledigen wollen, setzen wir uns für eine Anpassung der Öffnungszeiten ein, damit diese auch von Berufstätigen besser genutzt werden können.

Gleichzeitig gilt: Eine funktionierende Gemeinde braucht auch Ordnung und Sicherheit. Deshalb setzen wir uns für den Erhalt der Polizeistation in Stelle ein. Der bürgernahe Kontakt zur Polizei und die Arbeit der Beamten vor Ort sind ein wesentlicher Beitrag zur Sicherheit in der Gemeinde. Die bisherige Arbeit des Ordnungsamtes soll ausgebaut werden und zukünftig verstärkt Parkverstöße, illegale Müllentsorgung und die Einhaltung von anderen Vorschriften überprüft werden. Kurzum: Wir möchten die Sichtbarkeit des Ordnungsamtes in der Gemeinde erhöhen und für die Einhaltung der öffentlichen Ordnung sorgen.

Wir müssen in Zeiten der angespannten Finanzlage der Gemeinde dringend die gemeindeeigenen Gebäude energetisch überplanen und ein zukunftsfähiges Immobilienkonzept aufstellen. Dabei müssen Standorte für Aufgaben der Gemeinde (Schulen, Kitas, Feuerwehr, Verwaltung, etc.) gesichert und mit neuen Nutzungskonzepten versehen werden. Dazu wollen wir verstärkt vom gemeindlichen Vorkaufsrecht Gebrauch machen, um strategisch wichtige Flächen für die Entwicklung der Gemeinde zu sichern.

Unsere Lage in der Natur, zwischen Elbe und Buchwedel, ist einzigartig und sollte noch mehr der Naherholung und auch touristischen Zwecken dienen. Wir unterstützen deshalb auch in Zukunft die Tourist-Information in Winsen und sprechen uns für eine Beteiligung am Elb-Shuttle aus, der ein wichtiger Baustein im örtlichen Tourismus ist. Bei einer Überplanung des Steller Ortskerns möchten wir eine bessere Aufenthaltsqualität erreichen.